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Die Frühförderung in der Lebenshilfe Euskirchen |
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2. Beratung, Information |
3. Frühförderung ist |
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Wer kann Frühförderung in Anspruch
nehmen? - Kinder im Alter von der Geburt bis zur Einschulung. |
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Die Arbeit in der Frühförderstelle |
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Psychomotorische |
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Wir nehmen erste Kontakte auf |
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Feinmotorische Anregung mit Bausteinen |
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Wir erleben Bewegung |
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Ich-Entwicklung: "Ich bin ich" |
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Konzeption |
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der Frühförder- und Beratungsstelle |
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Im Jahre 1978 hat die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Kreisvereinigung Euskirchen e.V. (LH) in Zusammenarbeit mit ihrem Landesverband die Frühförder- und Beratungsstelle für den Kreis Euskirchen eingerichtet. Ausgestattet mit einer halben Stelle fand die Frühförderung (FF) in Schleiden-Gemünd ihren ersten Standort. Bald darauf erfolgte der Umzug in die Kreisstadt Euskirchen. Finanzielle Unterstützung durch die Aktion Mensch ermöglichten eine Erstausstattung und den Ankauf eines Fahrzeugs zur mobilen Hausfrühförderung. Bereits 1979 konnten zwei Vollzeitfachkräfte eingestellt werden. 1985 wurde in der Mühlenstraße 5-7 eine auch für Gruppenangebote geeignete Wohnung angemietet. Dank einer weiteren personellen Aufstockung konnte 1992 ein Teilzeitvertrag mit einer Bewegungstherapeutin abgeschlossen werden. Ab 1995 wurde die Frühförder- und Beratungsstelle nach und nach erweitert. Seit dem Jahre 2001 steht jeder Mitarbeiterin ein eigener Therapieraum zur Verfügung. Um die Fahrzeiten aller Beteiligten möglichst gering zu halten, wurde im September 1996 eine Zweigstelle im Südkreis geschaffen. Seit September 2001 befindet sich die Neben-Frühförderstelle in Räumen der (integrativen) DRK-Kindertagesstätte Gemünd 1, Im Wingertchen [Malsbenden]. Für die therapeutische Arbeit in der FF stehen zur Zeit 2,3 Vollzeitstellen zur Verfügung. 30 Jahre sind seit der Gründung vergangen. Engagement und ständige Erweiterungen führten zur heutigen Frühförder- und Beratungsstelle. Neben den verbesserten Bedingungen haben sich auch Theorie und Praxis verändert. Neue Aufgaben und Methoden kamen hinzu. Sie kamen mit der Wende von einer naturwissenschaftlich-medizinischen Denkweise (deren Ziel es noch war, Eltern als Mit-Therapeuten dazu anzuleiten, möglichst viel mit ihrem Kind zu trainieren) hin zu einer familienbezogenen und systemisch denkenden Förderung. Heute werden Eltern als kompetente Partner anerkannt, vorhandene Kapazitäten gestärkt und wechselseitige Einflüsse berücksichtigt. [Inhaltsverzeichnis] Die Familie im Mittelpunkt der FrühförderungEin kurzer Streifzug in die systemische Denkweise soll erklären helfen, warum rein funktionell ausgerichtete Therapien heute nicht mehr als ausreichend angesehen werden und was ein „System“ wie die Familie mit dem Ausprägungsgrad einer Behinderung oder Entwicklungsstörung zu tun hat. Die Lebenssituation und das Zusammenleben in einer Familie wandeln sich, sobald ein auffälliges Kind zu ihr gehört. Es tauchen Zweifel, Fragen, Ängste auf, die Beziehungen der Familienmitglieder zueinander ändern sich. Auch innerhalb der Familie kann sich der Einzelne zurückziehen. Häufig fühlen sich Geschwister benachteiligt, wenn das behinderte Kind in den Mittelpunkt rückt. Manche Familien meiden soziale Kontakte. In Abgrenzung zu früheren Förderansätzen, die sich im Sinne der Pathologie an der Normabweichung orientierten und diese behandelten, versucht eine systemisch orientierte FF die Behinderung oder Störung in ihrem sozialen Umfeld zu sehen. Heute geht man davon aus, dass die Entwicklung eines Kindes von vielfältigen Faktoren abhängig ist, die untereinander in Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Ob die kindliche Entwicklung gehemmt oder gefördert wird, hängt wesentlich davon ab, ob die Familie förderliche Bedingungen schaffen und sich auf das Kind einstellen kann. [Inhaltsverzeichnis] Der PersonenkreisDie Frühförderung wendet sich an Eltern, deren Kinder während der ersten Lebensjahre (0-6 Jahre) insbesondere in ihrer motorischen, geistigen, sprachlichen und sozialen Entwicklung der Unterstützung bedürfen. Das sind zum Beispiel Kinder, - die aufgrund einer zu frühen Geburt oder kompliziert verlaufenen Schwangerschaft von einer Behinderung bedroht sind, - bei denen eine Behinderung vermutet oder festgestellt wird, - deren Entwicklung verzögert verläuft, - die in ihrer Sinneswahrnehmung oder Bewegungsentwicklung beeinträchtigt sind. [Inhaltsverzeichnis] Die Kontakte zur FamilieEltern haben die Möglichkeit, sich unmittelbar an uns zu wenden oder sich durch eine Person ihres Vertrauens (z.B. den Kinderarzt) mit uns in Verbindung zu setzen. Dabei wird ein erster Gesprächstermin vereinbart. Dieser erste Kontakt findet zu Hause oder in der Einrichtung statt. Wenn möglich, sollten beide Elternteile an diesem Gespräch teilnehmen. Besprochen werden der bisherige Entwicklungsverlauf des Kindes und wie wir im Rahmen der FF tätig werden können. Auch die organisatorischen Bedingungen der FF müssen vereinbart werden. Jede Maßnahme wird von Seiten der FF dokumentiert. Am Ende der Zusammenarbeit wird den Eltern ein abschließender Entwicklungsbericht ausgehändigt. [Inhaltsverzeichnis] Ambulante und mobile FrühförderungPrimär findet die FF in den gut ausgestatteten Räumen der Lebenshilfe statt. Die FF in unseren Einrichtungen (ambulante Arbeitsweise) ist bei den Kindern sinnvoll, für die ein neuer Erfahrungsraum und eine erste behutsame Ablösung von zu Hause förderlich sind. Familiäre Gegebenheiten und die individuellen Möglichkten des Kindes können jedoch auch eine (mobile) Haus-Frühförderung im alltäglichen Umfeld notwendig machen. [Inhaltsverzeichnis] Angebote unserer FrühförderungPädagogische Einzelförderung
und Elternberatung
Förderung des Kindes und Beratung der Eltern werden aufeinander abgestimmt und bilden den Kern unserer Arbeit. Der zeitliche Rahmen beträgt in der Regel eine Zeitstunde in der Woche. Voraussetzung für den Erfolg ist eine positive Kontaktaufnahme und eine vertrauensvolle Atmosphäre unter allen Beteiligten. Die Entwicklungsförderung erfolgt unter dem ganzheitlichen Aspekt, d.h. alle Entwicklungsbereiche werden angesprochen. Dies geschieht unter Einsatz spielerischer Mittel und orientiert sich immer an der aktuellen Befindlichkeit des Kindes. Zielsetzung und Methodenwahl sind abhängig von Alter, Behinderungsgrad, Entwicklungsstand und der psychosozialen Situation des Kindes. Bei unserem Auftrag für das Kind begegnen wir Eltern in schwierigen Lebenssituationen. Gefühlsmäßige Aspekte (Trauer oder Verzweiflung) werden zu gegebener Zeit behutsam angesprochen. Auf die Familie bezogen bestärken oder vermitteln wir Möglichkeiten zur positiven Kontaktaufnahme zum Kind und zu dessen Integration in die Familie. Besprochen werden u.a. die Situation der Geschwister, Essverhalten, Schlafstörungen, Spielen, Sauberkeits- und Selbstständigkeitserziehung, Sprachförderung. Wenn erforderlich, informieren wir über praktische und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten. Ziel unserer Beratung ist es, die soziale Kompetenz der Familie zu stärken. GruppenangeboteIn Zusammenhang mit der individuellen/familiären Entwicklung und den daraus erworbenen sozialen Kompetenzen ist ein Gruppenangebot sinnvoll. In einer Gruppe besteht die Möglichkeit, neue bzw. andere Kommunikations- und Interaktionsprozesse zu erleben und damit wichtige Entwicklungsanreize zu erhalten.
Krabbelgruppe Dieses erste Eltern-Kind-Angebot richtet sich an Säuglinge und Kleinkinder und bietet den Kindern ein breites Spektrum an elementaren / wahrnehmungsfördernden Spielangeboten im geschützten Rahmen einer Kleinstgruppe. Sie findet unter Anleitung einer Pädagogin 1x im Monat statt.
Die Eltern-Kind-Gruppe Sie ist ein Gruppenangebot für Kinder, die sich im Schutz der Eltern mit anderen Kindern auseinandersetzen und in ersten Ansätzen Loslösung von ihren Eltern erproben. Diese können gleichzeitig gemeinsame Erfahrungen austauschen. Die Eltern-Kind-Gruppe trifft sich unter Anleitung einer Pädagogin 2x im Monat in unserer Einrichtung.
Der Spielkreis Für Kinder, die sich vorübergehend von den Eltern lösen können, besteht die Möglichkeit, den Spielkreis zu besuchen. Die Gruppe besteht aus Kindern unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Auffälligkeiten. Der Spielkreis findet 1x wöchentlich statt. Grobziele sind: Förderung der außerfamiliären sozialen Anpassungsfähigkeit, Kennenlernen eigener Möglichkeiten und Grenzen, Erlernen von neuen Interaktionsmöglichkeiten.
Die Psychomotorikgruppe Die Psychomotorikgruppen kommen 1x wöchentlich in Kleingruppen von maximal vier Kindern zusammen. Ziel dieses bewegungsorientierten Konzeptes ist es, dem Kind zu einer differenzierten Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Sozialkompetenz zu verhelfen. Schwerpunkte sind das Erfühlen, das Erfassen und das Begreifen des eigenen Körpers, der dinglichen und der sozialen Umwelt. Der ElternkreisEltern, deren Kinder von einer möglichen oder einer bereits bestehenden Behinderung betroffen sind, können sich mitunter sehr allein gelassen fühlen. Um dem entgegenzuwirken, gründen wir bei entsprechendem Bedarf einen Elternkreis. Er findet 1x im Monat unter Anleitung statt. Schwerpunkte sind der Erfahrungsaustausch, die Kompetenzstärkung und das Solidaritätsempfinden der Eltern untereinander. [Inhaltsverzeichnis] Diagnostik und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Im Sinne der Förderdiagnostik verstehen wir unter Diagnostik einen Prozess, an dem alle diagnostizierenden und behandelnden Fachleute unter Einbeziehung der Eltern beteiligt sind. In Absprache mit dem behandelnden Kinderarzt führt die FF eine entsprechende Entwicklungsdiagnostik durch, bündelt bisherige Daten und bespricht mit allen Beteiligten die Notwendigkeit von weiteren Untersuchungen. Um eine Übertherapierung von Kind und Familie zu vermeiden, finden ergänzende Absprachen zwischen diagnostizierenden und behandelnden Fachleuten statt. Dazu ist neben der medizinischen Befunderhebung die Einbeziehung des sozialen und familiären Umfeldes erforderlich. Der wechselseitige Informationsaustausch zwischen den behandelnden Fachleuten führt zur ganzheitlichen Förderung des Kindes. Befreiung von der Schweigepflicht ist im gebotenen Rahmen erforderlich. In diesem Prozess von Diagnose und Therapie erfüllt die Frühförderung koordinierende Aufgaben. ÖffentlichkeitsarbeitDie Öffentlichkeitsarbeit der Frühförderstelle hat zur Aufgabe, Ratsuchende möglichst früh auf das Hilfsangebot der Lebenshilfe aufmerksam zu machen. Entsprechendes Infomaterial muss von Zeit zu Zeit aktualisiert werden. Es ist wichtig, die Fachöffentlichkeit immer wieder umfassend zu informieren; der Information von Kinderärzten kommt dabei besondere Bedeutung zu. Die allgemeine Öffentlichkeit wird durch die regionalen Medien über das Angebot und über aktuelle Aktionen der FF laufend unterrichtet. [Inhaltsverzeichnis] Planung und Organisation, Abstimmung und Reflexion der gemeinsamen Arbeit erfolgen im Team. Im Sinne interdisziplinärer Zusammenarbeit findet zwischen den Pädagoginnen und der Psychomotorikerin ein regelmäßiger Informationsaustausch statt. Im Gremium Frühförderung, bestehend aus Delegierten des Vorstandes, der Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen der FF, werden richtungsweisende Veränderungen im System der FF diskutiert und erarbeitet. Soweit erforderlich, wird dann der Vorstand zur weiteren Beschlussfassung informiert. [Inhaltsverzeichnis] Fortbildung und Supervision
Die Frühförderung stellt hohe Anforderungen an Qualifikation und Flexibilität ihrer Mitarbeiter/innen. In der täglichen Arbeit ist ein sensibles Sich-Einstellen auf die Werte und Normen der jeweiligen Familie erforderlich. Neue Forschungsergebnisse und gesellschaftliche Wandlungen verändern auch Therapiekonzepte. Daneben erfordert die zur FF gehörende Fachrichtungsvielfalt ein breit gefächertes und zugleich differenziertes Fachwissen. Ständige Fort- und Weiterbildung, Teilnahme an fachbezogenen Arbeitskreisen, Information durch Fachbücher und –zeitschriften gehören zur qualifizierten Arbeit. Bei Bedarf bietet eine Supervision durch ausgebildete Supervisoren den Mitarbeitern der FF die Möglichkeit, ihre Arbeit in den Familien zu reflektieren. [Inhaltsverzeichnis] Die FF kann nur dann wirkungsvoll arbeiten, wenn alle zu ihrer Verwirklichung erforderlichen Rahmenbedingungen kostendeckend und auf Dauer abgesichert sind. Die Rechtsgrundlagen für „Frühe Hilfen“ sind vor allem im Bundessozialhilfegesetz (BSHG §§ 8; 39; 40; 43; 99; 100) geregelt. Eine entsprechende Leistungs- und Entgeltvereinbarung wird mit dem örtlich zuständigen Sozialhilfeträger getroffen. Die jährliche Abrechnung mit dem Kostenträger (im Gegensatz zur Einzelabrechnung) ermöglicht einen geringeren Verwaltungsaufwand. Da den Krankenkassen nur medizinische Leistungen in Rechnung gestellt werden können, sind von ihnen für die pädagogische FF lediglich Zuschüsse (nach § 20 Sozialgesetzbuch) im Sinne der Prävention möglich. [Inhaltsverzeichnis] Tätigkeitsberichte der
Frühförderung
Es wird ein jährlicher Tätigkeitsbericht der Frühförderung erstellt und dem Sozialamt, dem Gesundheitsamt und Jugendamt bei der Kreisverwaltung Euskirchen zur Information über Notwendigkeit, Art und Umfang unserer Arbeit zugeleitet. [Inhaltsverzeichnis] Die Frühförderung ist ein komplexes System mit flexiblen Organisationsstrukturen. Theorie- und Therapiekonzepte orientieren sich an den Wandlungen im Verständnis einer Gesellschaft. Heute stehen wir angesichts der stetig steigenden Zahl von Kindern mit Entwicklungsproblemen vor neuen Herausforderungen. Frühe Hilfen sind die wirksamsten, da sie zu einem Zeitpunkt einsetzen, an dem sich die Probleme noch nicht verhärtet haben. FF als frühes Hilfsangebot für betroffene Familien hat also im Sinne der Vorbeugung eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft. [Inhaltsverzeichnis] |
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Telefon: 02251 7740316 |
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Kirchplatz 1 |